Rohölpreise beeinflussen nicht nur Zapfsäulen, sondern auch Chemie, Landwirtschaft und Logistik. Ein rasanter Preisanstieg kann durch knappe Kapazitäten in Raffinerien verstärkt werden, wenn Wartungen, Störungen oder geopolitische Risiken die Margen treiben. 2022 erlebte ein Spediteur aus Nordrhein-Westfalen, wie Dieselrechnungen Budgets sprengten, obwohl die Nachfrage konstant blieb. Beobachte daher nicht nur den Brent-Preis, sondern auch Crack-Spreads und saisonale Muster.
Europäische Gaspreise haben gezeigt, wie empfindlich Versorgungsketten sind. Speicherstände, LNG-Lieferungen, Wetter und Netzengpässe bestimmen, ob Haushalte und Industrie aufatmen oder sparen müssen. Eine Glasfabrik in Tschechien berichtete, wie Preisspitzen Schmelzwannen stillstehen ließen, obwohl Aufträge vorhanden waren. Wer Risiken mindern will, prüft Terminmärkte, Flexibilisierung des Verbrauchs und Effizienzmaßnahmen, statt nur auf kurzfristige Preisrückgänge zu hoffen.
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